Geldanlage in Gold


Gold kaufen: Münzen und Barren als Geldanlage

Kein anderes Produkt symbolisiert Sicherheit und Stabilität so wie Gold. Seit tausenden von Jahren gilt Gold als der Inbegriff der Wertbeständigkeit. Auch wenn Gold, im Gegensatz zu Aktien oder Anleihen, keine Gewinne ausschüttet, setzen Menschen, gerade in Krisenzeiten, immer wieder auf dieses Edelmetall. Grundsätzlich gilt, dass Gold als Beimischung in jedes Depot gehört. Eine “Kaufmannsweisheit” zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum Thema Geldanlage lautete “ein Drittel Geld, ein Drittel Gold, ein Drittel Immobilien”. Schauen wir uns die Anlagemöglichkeiten für Gold einmal genauer an.

Physisches Gold - der Klassiker

Das klassische Investment in Gold funktioniert im Kauf physischen Goldes. Dies können entweder Goldmünzen wie die süd-afrikanische Krüger Rand, die österreichische Maria Theresia oder das berühmte kanadische Maple Leaf sein. Varianten bei Goldmünzen gibt es genug. Alternativ bieten sich, je nach Budget, kleine oder größere Goldbarren an.

Wo kann ich physisches Gold kaufen?

Die Auswahl an Verkaufsmöglichkeiten ist groß. Zum einen können Anleger Gold bei jeder Bank erwerben. Alternativ bieten sich Onlinehändler wie Münze Österreich oder die ÖGUSSA, die Österreichische Gold- und Silberscheideanstalt, an. Letztere bietet nicht nur Barren an, sondern auch eine vielfältige Auswahl an Goldmünzen. Goldbarren stehen in folgenden Größen zur Verfügung:

Wer beim Goldankauf gleich mit größeren Beträgen einsteigen möchte, sollte bedenken, dass ein anonymer Erwerb in Österreich nur bis zu einem Gegenwert von 10.000 Euro möglich ist. Bei darüber hinausgehenden Beträgen werden aufgrund des Geldwäschegesetzes die Personalien des Käufers festgehalten.

Die Alternativen zu physischem Gold

Während die Großeltern noch auf physisches Gold zurückgegriffen haben, bieten sich Anlegern heute weitere Möglichkeiten, in Rohstoffe zu investieren, ohne dies im Safe lagern zu müssen. Die Rede ist von Wertpapieren, die mit Gold in Verbindung stehen. Dabei stehen verschiedene Varianten zur Auswahl:

ETFs, Indexfonds, sind an den Goldpreis gekoppelt, beinhalten aber auch Aktien von Unternehmen, die im Gold-Sektor aktiv sind. Steigt der Goldkurs, steigt auch der Kurs des Indexfonds. Dazu ein Beispiel:


Quelle: finanzen.net

Der Goldkurs entwickelte sich im Vergleichszeitraum wie folgt:


Quelle: finanzen.net

Im Zusammenhang mit den Charts eine Bemerkung am Rand: Seit dem Jahr 2021 ist die Inflation wieder ein echtes Thema geworden. Das Goldchart zeigt, wie der Goldpreis mit steigender Inflation, teilweise im März 2022 bei sieben Prozent, ebenfalls nach oben klettert.

Der Erwerb von Gold in verbriefter Form hat gegenüber dem physischen Gold Vor- und Nachteile. Der Vorteil liegt im Bereich der Rendite. ETFs oder Aktien schütten durchaus Gewinne aus, die während der Laufzeit erzielt werden. Dabei stehen die Dividendenzahlungen der Unternehmen, in deren Aktien investiert wird, im Vordergrund.

Der Reiz bei dem Erwerb von physischem Gold liegt darin, das “Goldstückchen” auch in die Hand nehmen zu können. Bei physischem Gold stellt sich allerdings die Frage der Aufbewahrung.

Wo kann/muss ich Gold aufbewahren?

Fällt die Kaufentscheidung zugunsten physischen Goldes aus, stellt sich die Frage, wo es der Eigentümer am besten aufbewahrt. Bei der Aufbewahrung spielen auch versicherungsrechtliche Fragen eine Rolle. Feuer oder Leitungswasser können dem Edelmetall nichts anhaben. Der Fokus liegt hier auf dem Thema Einbruchdiebstahl.

Wer sein Gold zu Hause aufbewahrt, sollte auf jeden Fall auch in einen Safe investieren. Damit ist bei einem Einbruch eine Sicherheit gewahrt. Selbst wenn die Täter den Safe aus der Wand hebeln, kann dem Betroffenen keine grobe Fahrlässigkeit vorgehalten werden.

Wer es unkomplizierter bevorzugt, kann bei einer Bank, Sparkasse oder beispielsweise bei der Wiener Städtischen einen Safe mieten. Die Miete orientiert sich am Volumen des Schließfachs. Für Einsteiger im Goldkauf ist die kleinste Größe denkbar. Der Vorteil eines angemieteten Schließfachs liegt darin, dass der Inhalt automatisch versichert ist. Bei der Wiener Städtischen kostet das kleinste Schließfach 16 Euro im Monat und ist mit 35.000 Euro abgesichert.

Der Goldsparplan - die ideale Kombination aus physischem und verbrieftem Gold

Die einen möchten irgendwann über physisches Gold verfügen, scheuen aber die Kosten für einen Safe oder ein Schließfach. Die anderen möchten in Gold investieren, aber keine physischen Stücke erwerben, und auch nicht in Wertpapiere investieren. Die Lösung findet sich in einem Goldsparplan. Die Anleger erwerben regelmäßig, schon ab geringen Betträgen (z.B. 50 Euro), Anteile an physischem Gold. Beim Erste Bank s Gold Plan beispielsweise stehen zwei Goldmünzen und ein Goldbarren zur Auswahl:

Anleger können sich auf eines der Stücke fokussieren oder auch Anteile an allen drei Basiswerten erwerben. Hat der Sparer genügend Anteile erworben, um ein “ganzes Stück” zu erhalten, kann er sich dieses physisch ausliefern lassen.

Der regelmäßige Erwerb von Gold zu einem festen Anlagebetrag bedeutet für den Sparer, dass er vom sogenannten Cost-Average-Effekt profitiert, dem Durchschnittskosteneffekt. Da der Goldpreis schwankt, erwirbt er bei einem festen Sparbeitrag einmal einen größeren Anteil, einmal einen geringeren Anteil an Gold. Die folgende Gegenüberstellung zeigt den Unterschied zwischen dem Ankauf einer festen Stückzahl zu schwankenden Preisen eines Anlagegutes und dem Investment eines festen Betrages mit schwankender Anzahl des Basiswertes:


Quelle: meine-finanzverwaltung.de

Ein Goldsparplan bietet sich folglich als passende Lösung, mit einem kleinen regelmäßigen Sparbeitrag langfristig ein inflationssicheres und werthaltiges Vermögen aufzubauen. Die Sparleistung kann jederzeit ausgesetzt werden. Eine feste zeitliche Vorgabe ist ebenfalls nicht gegeben. Anleger sind hier völlig flexibel.

Drei Fakten, die für einen Goldsparplan sprechen

Fazit: Mit einem Goldsparplan bauen Anleger mit kleinen Beträgen ein wertstabiles Vermögen auf.


⚠ Rechtlicher Hinweis:
Ein Goldsparplan ist jedoch auch nicht ganz ohne Risiko: Kursrückgänge können zu Kapitalverlusten führen. Zudem besteht ein Währungsrisiko, denn der internationale Goldpreis notiert in US-Dollar. Gold bringt weder Zinsen noch Dividenden.