Geldanlage in Österreich


GELD ANLEGEN

Wer möchte sein hart verdientes Geld nicht möglichst gewinnbringend anlegen, um später oder im Bedarfsfall am meisten davon zu haben?

So vielfältig die Möglichkeiten der Geldanlage sind, so unterschiedlich sind ihre Erträge. Je nachdem wie langfristig man einen Teil seines Vermögens anlegen möchte und wie risikobereit man dabei ist, bieten sich verschiedene Investitionsformen an:

Bargeld
Bargeld – zuhause sicher verwahrt – macht unabhängig von ausfallgefährdeten Bargeldbehebungen. Im Krisenfall ist man speziell mit Bargeld in harten Fremdwährungen gut gerüstet. Der Nachteil: zuhause wirft das Geld keine Rendite ab. Es handelt sich also um den sprichwörtlichen "Notgroschen", der im Fall des Falles zahlungsfähig hält.

Girokonto
Ähnlich verhält es sich mit Geld auf einem Girokonto: Dort ist es grundsätzlich sicherer verbucht als daheim im Tresor gelagert. Die Zinsen betragen allerdings ebenfalls meist null Prozent. Dennoch variieren die Angebote hinsichtlich der Extras, die Banken gewähren – ein Vergleich zahlt sich aus: https://www.girokonto.at/

Gold und Edelmetalle
Gold und Edelmetalle dienen vor allem der Krisenvorsorge: Sie werden unverzinst gelagert. Eine Investition in Zertifikate erspart einem die physische Aufbewahrung des wertvollen Metalls, gewährleistet im Insolvenzfall aber keinen Gold- bzw. Edelmetall-Bezug.

Sparbuch
Der Österreicher liebste Anlage ist traditionell das Sparbuch. Durch seine physische Existenz vermittelt es Wertsicherheit. Je nach Bindungsdauer des Kapitals ist es mit 0,20% bis 1,25% p.a. verzinst.

Tagesgeld- und Festgeld-Konto
Alternativen zum traditionellen Sparbüchlein bestehen im Tagesgeld- und Festgeld-Konto. Je nach Bindung werden Zinsen von 0,70% bis 2,00% p.a. gewährt – manchmal mit der Option, das Geld vorzeitig zu beheben, dafür allerdings an Rendite einzubüßen.

Bausparen
Fast so beliebt wie das Sparbuch ist Bausparen als sehr individuelle Form der finanziellen Vorsorge und Absicherung. Die Zinsen reichen von 0,25% bis 4,00% p.a. – je nachdem, wie viel man in welchen Intervallen einzahlt, und für welche Verzinsungsmethode man sich entscheidet.

Lebensversicherung
Auch Lebensversicherungen sind beliebte Investitionsformen insbesondere zur Absicherung von Risiken aber auch zur Ausbildungs- und Pensionsvorsorge. In Österreich werden im Wesentlichen zwei Arten von Lebensversicherungen angeboten: Die Erlebensversicherung wird in jedem Fall – auch wenn der oder die Versicherte nach Ablauf der Versicherungsdauer verstirbt – ausgezahlt, fallweise zuzüglich eines Gewinns. Die Auszahlung der Versicherungssumme einer Ablebensversicherung erfolgt dagegen nur dann, wenn der oder die Versicherte vorzeitig verstirbt. Eine Spezialvariante der Kapitalanlage stellen fondgebundene Lebensversicherungen dar, bei denen ein Großteil der Prämien in Investmentfonds veranlagt werden. Das dabei zu tragende Risiko hängt vor allem von der Auswahl der Fonds ab. Auch diese Variante sieht eine Ablebenskomponente zur Absicherung von Begünstigten vor.

Luxusgüter
Eine besonders schicke und prestigeträchtige Anlageform stellen Oldtimer, Luxusuhren, Kunstwerke und andere wertvolle Luxusgüter dar. Hier gilt: Gewinnversprechend sind solche Investitionen erst in der obersten Liga, wenn es richtig teuer wird.

Immobilien
"Vorsorgewohnungen" erleben zur Zeit einen Boom: Spätestens seit der Finanzkrise möchten viele – auch private – Anleger ihr Geld nicht mehr nur in Aktien stecken. Neben den Vorteilen der Immobilieninvestition, wie eine langfristige Absicherung bei nach wie vor günstigen Krediten, gibt es vor allem auch große Risiken: Oft werden Immobilien zu optimistisch mit bis zu 3,5% Rendite beworben – ob eine Vermietung zu den gewünschten Konditionen allerdings möglich ist, bleibt offen.

Eine Alternative zur Direktinvestition sind Immobilien-Aktiengesellschaften oder Immobilien-Fonds, um ohne den Aufwand um Kauf und Vermietung indirekt an den Erträgen teilzuhaben.

Wertpapiere
Die Finanzkrise im Jahr 2008 hat zwei konträre Effekte: Zum einen entwickeln sich die Indizes seitdem nach oben, zum anderen weiß niemand so genau, wie lange diese positive Entwicklung noch anhält. Klar ist: Selbst mit Aktien zu handeln, ist etwas für Risikobereite mit einer Affinität zu Spekulationen, insbesondere wenn kurzfristiger Profit angestrebt wird.

Wer längerfristig plant, sollte sein Geld in die Papieren etablierter Unternehmen anlegen, die eine vergleichsweise hohe Kursstabilität aufweisen und deren Dividenden bei bis zu 3% oder mehr liegen. Beachtet man einige Grundregeln des Aktien-Kaufs, ist das Risiko kalkulierbar.

Wertpapieranlagen sind in jedem Fall ein komplexes Feld, auf dem zahlreiche unterschiedliche Anbieter um das Geld der Anlageinteressierten buhlen. Umso wichtiger ist ein sorgfältiger Vergleich der Wertpapierdepot-Konditionen. Stand: 03.05.2018