Fondssparen in Österreich


Geld anlegen in Fonds

Fondssparen wird seit einiger Zeit auch gerne als Alternative zum Sparbuch in Österreich gesehen. Der Begriff ist vom Bankwesengesetz her nicht ganz korrekt, da der Begriff „Spar“ bzw. der Wortbestandteil nur in Verbindung mit Spar-Urkunden verwendet werden darf. Eine deutlich bessere Bezeichnung wäre Wertpapierplan oder Investmentfondsplan.

Was ist überhaupt ein Fonds?
Vorweggesagt: Fonds ist einfach die Kurzfassung von Investmentfonds, beides bedeutet also das Gleiche. Jetzt zur Definition: Ein Fonds besteht aus einer Zusammenstellung von ausgewählten Wertpapieren (= Portfolio; z. B. Aktien, Anleihen von europäischen Unternehmen, aber auch aus Einlagen bei Banken, Rohstoffe oder andere Investmentfonds). Dieses Portfolio wird unter der gesetzlichen Vorgabe der breiten Risikostreuung von Expertinnen und Experten (Fondsmanagerinnen und Fondsmanagern) betreut. Für jeden Fonds wird regelmäßig (zumeist täglich) ein Rechenwert ermittelt, der sich aus dem Wert des Fondsvermögens ergibt. Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist nicht begrenzt, was auch als Prinzip der „offenen Investmentfonds“ bezeichnet wird.

Was ist Fondssparen?
Beim Fondssparen dotiert man ein Wertpapierdepot laufend mit Geld (z.b. 30 Euro pro Monat). Dieses Geld wird sogleich automatisch in Fonds veranlagt, welche man vorher in Absprache mit der depotführenden Bank ausgewählt hat.

Wie finde ich den richtigen Fonds?
Am besten fährt man, wenn man auch bei Investmentfonds nicht alles auf ein Pferd setzt, also seine Anlagen in verschiedene Fondstypen steckt oder in Mischprodukte investiert, z.B. in gemischte Fonds. Riskanter sind hingegen Aktienfonds. Unterschiedlich ist die Situation bei Immobilienfonds: Hier ist von hoher Sicherheit bis zu hohem Risiko (bei geschlossenen Fonds) alles möglich. Als Faustregel sollte man hier beherzigen: Hände weg von Produkten, die man nicht durchschaut oder nicht nachvollziehen kann.

Wie sicher ist mein Investmentfonds?
Investments in Fonds können Chancen, aber auch Risiken bergen. So können Wert und Ertrag eines Fondsinvestments aufgrund der Marktentwicklung und der Entscheidungen des Fondsmanagements steigen, aber auch fallen. Durch viele verschiedene Wertpapiere im Fonds wird das Risiko gestreut. Die Fondsgesellschaft muss das Kapital der Anleger als gesetzlich geschütztes und reguliertes Sondervermögen verwalten, also getrennt vom eigenen Vermögen. Der Konkurs der Fondsgesellschaft selbst oder einer Bank, die diesen Fonds vermittelt, hat daher keine Auswirkungen auf das Sondervermögen.

Fondssparen im Vergleich für Österreich
In der folgenden Tabelle sind verschiedene Anbieter aufgelistet, wo Fonds bzw. Fonds-Investmentpläne erworben werden können. Für Fondssparen benötigen Sie ein Depot!

Anbieter Anzahl Fonds Mindestsparrate Sparintervall
Flatex ca. 2130 ab € 50 monatlich, vierteljährlich, halbjährlich od. jährlich weiter
DADAT ca. 90 ab € 50 monatlich od. vierteljährlich weiter
ING ca. 100 ab € 30 monatlich weiter
Hellobank ca. 650 ab € 50 monatlich od. vierteljährlich weiter

Stand: 31.10.2018